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Moshes zweites Leben

Ein Theaterstück über den Todesmarsch jüdischer Häftlinge | Ab 16 Jahren

Vor 73 Jahren wurde das KZ Bergen-Belsen von der britischen Armee befreit. Den Soldaten offenbarte sich Unvorstellbares: Leichenberge, Seuchenopfer, Überlebende und Tote kaum zu unterscheiden. Noch kurz vor der Befreiung hatte sich ein besonders grausamer Vorfall ereignet. Jüdische Häftlinge, alle Zwangsarbeiter bei Hanomag, waren aus dem KZ-Außenlager Hannover-Mühlenberg nach Bergen-Belsen getrieben worden. Zu Fuß, bis zur totalen Erschöpfung. Wer nicht mehr laufen konnte, wurde erschossen.

Grundlage des Stückes bilden zwei Interviews mit den Überlebenden Moshe Oster und Josef Dreilinger. Sie schildern den Todesmarsch, die Brutalität der SS-Leute, das Chaos im KZ Bergen-Belsen, die Befreiung und die Zeit unmittelbar danach. Damals waren sie 18 und 19 Jahre alt.

Thematisiert wird nicht nur der Leidensweg der KZ-Häftlinge, sondern auch ihr jugendlicher Überlebenswille, ihre Hoffnung auf ein Leben jenseits der nationalsozialistischen Unmenschlichkeit.

Regie: Laetitia Mazzotti
Autor: Martin-G. Kunze
Ausstattung: Dorothea Hoffmann, Frank Olle
Besetzung: Hanna Legatis, Andreas Daniel Müller, Gerrit Neuhaus
Produktion: Koproduktion des Fördervereins Gedenkstätte Ahlem, der Hannoverschen Kammerspiele, des theaters sýstema und der Theaterinitiative Bühnensturm

Im Rahmen der Gedenkwoche »80 Jahre Novemberpogrome«

Foto: Danilo Kurtz