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WortReich

Kein Mensch muss müssen

Astrid Lindgren. Die Geschichte einer großen Frau.

Sie schuf Geschichten, die jeder kennt, Figuren, die die Menschen auf der ganzen Welt lieben. Aus ihren Kindheitserinnerungen wurden die Kindheitserinnerungen ihrer Leserschaft. 

Als Astrid Lindgren geboren wurde, hatten Frauen noch kein Wahlrecht und Verheiratete standen unter der Vormundschaft ihres Ehemannes. In einer durchgängigen, betörenden Geschichte erzählt sie, wie sie 1926 nach Stockholm »floh«, weg von der Familie, unverheiratet und schwanger. Der Brief an ihren Sohn Lars ist einer der schönsten Liebeserklärungen an ein Neugeborenes, die je geschrieben wurde. Astrid Lindgren ist vielleicht die schwedische Autorin, mit dem größten politischen Einfluss der Nachkriegsgeschichte. Niemand konnte das politische Klima so formen, wie sie. Viele Menschen hatten das Gefühl, sie zu kennen wie ein Familienmitglied. Denn sie hat nie vergessen, wo sie herkam, wie wichtig Geborgenheit und Vertrauen ist und wie es sich anfühlt, allein und verletzlich zu sein.

Ein Satz Lessings aus dessen Drama »Nathan, der Weise«, das sie liebte, wurde zu ihrem Lebensmotto: Kein Mensch muss müssen!

Regie: Martin Mühleis
Rezitation: Gesine Cukrowski
Komposition: Libor Síma
Produktion: sagas.ensemble

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