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Falstaff

Komische Oper von Giuseppe Verdi

Der nichtsnutzige Fettwanst Falstaff schreibt in maßloser Selbstüberschätzung identische Liebesbriefe an zwei Bürgersfrauen von Windsor. Er hofft, durch ein Verhältnis mit den solventen Damen seiner notorischen Geldknappheit abhelfen zu können. Als Alice Ford und Meg Page die Briefe erhalten und sich gegenseitig vorlesen, weicht ihre Empörung schnell der Lust, es dem Tunichtgut durch einen Streich heimzuzahlen. Der von Falstaffs Dienern über die Pläne ihres Herren informierte Mr. Ford verfolgt eifersüchtig eigene Pläne, sich an Falstaff zu rächen. Wer wird am Ende der Geprellte sein?

Am Ende seiner langen Karriere als führender Musikdramatiker Italiens vertonte der fast 80-jährige Verdi diese Shakespeare-Komödie, um sich mit ihr lachend von der Welt zu verabschieden. Das Werk besitzt einen göttlichen Humor, mit dem der Greis sich nicht nur über die Welt, sondern auch über sich selbst amüsierte. Er schuf dazu eine äußerst heitere und spritzige Musik, die in grandiosen Ensembles kulminiert, beim jungen Liebespaar aber auch mit Inseln lyrischer Seligkeit entzückt. Falstaff gilt heute als Verdis vielleicht größter Geniestreich – ein idealer Beitrag zu seinem 200. Geburtstag im »Verdi-Jahr« 2013.

Regie: Ansgar Weigner
Ausstattung: Eckhard Reschat
Musikalische Leitung: Werner Seitzer
Besetzung: Regine Sturm, Christina Baader, Levente György und weiteren Solisten, Chor und Orchester des TfN
Produktion: Theater für Niedersachsen

Foto: Andreas Hartmann

Um 15.30 Uhr findet im Foyer des 1. Rangs eine Werk-Einführung statt.