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»Er verging wie der Rauch«

Literarische Collage über den Ersten Weltkrieg von Reiner Müller | Ab 16 Jahren | Thema im Zentralabitur

»Hurra, es ist Krieg!« riefen die Männer im Sommer 1914. Auch zahlreiche Künstler zogen mit Begeisterung und der Hoffnung auf lang ersehnte Veränderungen in den Ersten Weltkrieg. »Ich fühle mich so vollkommen wohl, dass mir von den kommenden Strapazen nicht angst ist«, schrieb Franz Marc zu Beginn des Krieges, der den 36-jährigen Maler nach zwei Jahren im Schützengraben aus dem Leben riss. Der Traum vom schnellen Sieg wich allmählich der Realität. Künstler wie Bertolt Brecht, Erich-Maria Remarque, Karl Kraus, Kurt Tucholsky, Else Lasker-Schüler, George Grosz oder Otto Dix wurden zu leidenschaftlichen Kriegsgegnern und verarbeiteten ihre Erlebnisse in ihren Werken. 1916 gründeten Künstler der verfeindeten Nationen in Zürich den Dadaismus und schufen mit Nonsens-Gedichten, Textmontagen und abstrakten Kreationen eine ganz neue Ausdrucksform des Protestes, der die Absurdität vom Krieg plastisch vor Augen führte.

Ein literarischer Abend, der neue Blickwinkel schafft und erlebbar macht, warum der Erste Weltkrieg heute als »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« gilt.

Regie: Reiner Müller
Produktion: Theater für Niedersachsen

Foto: Andreas Hartmann