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Emilia Galotti

Bürgerliches Trauerspiel
Von Gotthold Ephraim Lessing

Im Wagen, der die beiden zur Hochzeit bringen soll, wird Emilias Verlobter Appiani erschossen. Völlig verstört findet die junge Emilia Galotti sich wieder im Schloss des Prinzen Gonzaga. Unbekannte haben sie angeblich in Sicherheit gebracht. Was sie nicht wissen kann – sie ist Opfer einer Intrige geworden. Dass Emilia am Ende den Tod findet durch die Hand ihres eigenen Vaters, ist die Tragödie einer bürgerlichen Gesellschaft, die sich – um sich der Willkür der Mächtigen entgegenzustemmen – einen Ehrenkodex gegeben hat, der schwerer wiegt als das Leben einer Frau.

Gotthold Ephraim Lessing war empört über die politischen Zustände seiner Zeit und versuchte, dagegen zu arbeiten mit den Mitteln seiner Kunst: Aufklärung hieß sein Programm, die Ermutigung, »Ausgänge zu finden aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit« (Kant).

Am 13. März 1772 wurde »Emilia Galotti« am Herzoglichen Opernhaus in Braunschweig uraufgeführt. Die Neuinszenierung am Staatstheater Braunschweig untersucht den klassischen Stoff auf seine Relevanz für unsere Zeit.

Regie: Daniela Löffner*
Produktion: Staatstheater Braunschweig

*Daniela Löffner hat ab 7. November 2013 für die Dauer der Endproben die Regie übernommen.

Foto: Volker Beinhorn

Weitere Aufführungstermine im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig