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Die Opferung von Gorge Mastromas

Schauspiel von Dennis Kelly | Die unbequeme Frage nach ethischen Wertmaßstäben

Gorge bemüht sich in seiner Jugend, loyal zu sein und moralisch korrekt zu handeln. Belohnt wird er dafür nicht. Im Gegenteil. In der sozialen Rangordnung, wie auf der Beliebtheitsskala, findet er sich irgendwo im oberen Drittel der unteren Hälfte. Am Ende seines Lebens steht Gorge als einer der profitorientiertesten Global Player an der Spitze der Macht. Wie kommt es dazu? Anfang 30 steht Gorge am Scheideweg: Will er in Zukunft zu den Verlierern oder zu den Gewinnern zählen? Eine knallharte Geschäftsfrau verrät ihm die drei Goldenen Regeln, mit denen man Karriere macht: Wenn du etwas willst, nimm es dir. Um dir alles zu nehmen, brauchst du nichts weiter als zu lügen. Rechne immer damit aufzufliegen und bereue nichts, niemals, nie.

Ein Theaterabend, so aufregend wie eine gute Kriminalgeschichte, so ausgefeilt wie ein Psychodrama und so spritzig-funkelnd wie eine böse Komödie.

»Dennis Kelly zeigt sich wieder als Meister der dramatischen Konstruktion. Mit komödiantischer Leichtigkeit legt er eine Schlinge um den Hals des Zuschauers und zieht langsam zu.« Stefan Keim, Die Welt, 2012

Regie: Peter Lotschak
Produktion: Konzertdirektion Landgraf

Foto: Gio Löwe