zurück zum Spielplan

Die Blechtrommel

Schauspiel nach dem Roman des Literatur-Nobelpreisträgers Günter Grass

Im Rückblick erzählt der mittlerweile fast auf Normalgröße gewachsene Blechtrommler Oskar Matzerath von seinem Leben – angefangen von der Zeugung seiner Mutter auf einem kaschubischen Kartoffelacker 1899 bis zu seinem 30. Geburtstag 1954. Zwei Väter hat der 1924 in Danzig geborene Oskar, dessen geistige Entwicklung nach eigenen Angaben schon bei der Geburt abgeschlossen war: den polnischen Vetter seiner Mutter, mit dem sie ein Verhältnis hat, und ihren deutschen Ehemann, den Kolonialwarenhändler Alfred Matzerath. An seinem dritten Geburtstag stoppt Oskar sein Wachstum mit einem gezielten Sturz auf der Kellertreppe und entdeckt gleichzeitig, dass er die zerstörerische Gabe besitzt, Glas zu zersingen. An diesem Tag bekommt er auch seine erste Blechtrommel geschenkt, die für ihn zum Protest- und Verweigerungs-Instrument wird.

Wie auch schon bei Grass kommen in der Inszenierung von Volkmar Kamm die amourösen Verwicklungen nicht zu kurz, für die der Jahrhundertroman berühmt-berüchtigt ist.

Regie: Volkmar Kamm
Ausstattung: Uschi Haug, Alexander Roy
Besetzung: Daniel Große Boymann, Jens Peter Brose, Ralf Grobel, Raphael Grosch, Elisabeth Hütter, Carsten Klemm, Juliane Köster, Melina Schöfer, Stephanie Stroebele
Produktion: Konzertdirektion Landgraf, Schauspielbühnen in Stuttgart, Altes Schauspielhaus

Foto: Matthias Stutte