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Antigone

Eine Tragödie nach Sophokles | Deutsch von Udo Segerer

Zur Aufführung von »Antigone« findet um 19 Uhr eine Werkeinführung im Foyer des 1. Rangs statt.

Wer hat Recht, und wer hat Unrecht? Kreon, der erklärt, es sei nicht Recht, die Leiche eines Verräters, der einen Anschlag auf seine eigenen Leute verübt hat, zu begraben? Oder Antigone, die genau dies für Recht hält und den Gefallenen, ihren Bruder, gegen das Verbot begräbt? Das Drama des Sophokles endet in der Katastrophe.

Michael Stacheder verlegt in seiner Inszenierung die Handlung aus dem vom Krieg gezeichneten antiken Theben radikal in die Gegenwart: Ein traumatisierter ehemaliger Offizier der Deutschen Bundeswehr erinnert sich durch die Antigone des Sophokles an ähnliche Vorkommnisse während seines Auslandseinsatzes. In seinem Kopf und auf der Bühne mischen sich erlebte Realität und Fiktion des Dramas. Ein Soldat hat in einem Amoklauf einen Anschlag auf seine eigenen Kameraden verübt. In dieser Extremsituation verkündet der neue Kommandeur des Lagers, man solle alle Gefallenen die letzte Ehre erweisen, dem Attentäter aber nicht. Einer der Kameraden verweigert den Befehl.

Regie: Michael Stacheder
Ausstattung: Aylin Kaip
Besetzung: Franziska Ball, Joachim Aßfalg, Joachim Birzele, Robert Ludewig, Ruben Hagspiel
Produktion: Junges Schauspiel Ensemble München

Foto: Max Ott